Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bot

emanzipation - Diskriminierungsverbot

In ihrem Arti­kel 14 sichert die Euro­päi­sche Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on Jeder­mann die dis­kri­mi­nie­rungs­freie Aus­übung der in der Kon­ven­ti­on garan­tier­ten Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten zu. Dabei ver­bie­tet die Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on in Anse­hung der Men­schen­rech­te jed­we­de Dis­kri­mi­nie­rung, gleich aus wel­chem Grund.

Aller­dings ent­hält Arti­kel 14 der Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on kein all­ge­mei­nes Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bot. Art. 14 EMRK ver­bie­tet nur eine Dis­kri­mi­nie­rung im Hin­blick auf die gewähr­leis­te­ten Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten, ver­hält sich im übri­gen aber aus­drück­lich nicht zur Fra­ge eines All­ge­mei­nen Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bot. Dies ändert sich erst mit dem im Jahr 2000 in Rom ver­ab­schie­de­ten 12. Pro­to­koll zur Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on, dass ein all­ge­mei­nes Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bot einführt.tion, dass ein all­ge­mei­nes Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bot ein­führt.

Das Dis­kri­mi­ne­r­ungs­ver­bot des Art. 14 EMRK gilt nament­lich für eine Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund

  • des Geschlechts,
  • von Ras­se und Haut­far­be,
  • der Spra­che,
  • der Reli­gi­on oder Welt­an­schau­ung,
  • einer poli­ti­schen Anschau­ung,
  • der Natio­na­li­tät,
  • der sozia­len Her­kunft oder des Ver­mö­gens,
  • der Zuge­hö­rig­keit zu einer natio­na­len Min­der­heit,
  • der Geburt oder eines Stan­des­rechts,

Die­se in Arti­kel 14 EMRK ent­hal­te­ne Auf­zäh­lung ist aller­dings nicht abschlie­ßend (“ins­be­son­de­re”). Die Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on gewähr­leis­tet die Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten viel­mehr voll­stän­dig dis­kri­mi­nie­rungs­frei, gleich auf wel­cher Grund­la­ge die Dis­kri­mie­rung fußt.

Von die­ser dis­kri­mi­nie­rungs­frei­en Gewähr­leis­tung der Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten kennt die Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on nur eine Aus­nah­me, die in Arti­kel 16 nor­miert ist. Hier­nach ist eine Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund der Staats­an­ge­hö­rig­keit inso­weit mög­lich, wie die Beschrän­kung der poli­ti­schen Betä­ti­gung aus­län­di­scher Mit­bür­ger im Raum steht.

Arti­kel 14 – Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bot

Der Genuss der in die­ser Kon­ven­ti­on aner­kann­ten Rech­te und Frei­heiten ist ohne Dis­kriminierung ins­be­son­de­re wegen des Ge­schlechts, der Ras­se, der Haut­far­be, der Spra­che, der Reli­gi­on, der poli­ti­schen oder sons­ti­gen Anschau­ung, der natio­na­len oder sozia­len Her­kunft, der Zuge­hö­rig­keit zu einer natio­na­len Min­derheit, des Ver­mö­gens, der Geburt oder eines sons­ti­gen Sta­tus zu ge­währleisten.

Arti­kel 16 – Beschrän­kung der poli­ti­schen Tätig­keit aus­län­di­scher Per­so­nen

Die Arti­kel 10, 11 und 14 sind nicht so aus­zu­le­gen, als unter­sag­ten sie den Hohen Ver­trags­par­tei­en, die poli­ti­sche Tätig­keit aus­län­di­scher Per­so­nen zu beschrän­ken.

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