Ehe­schlie­ßung

hochzeit - Eheschließung

In sei­nem Arti­kel 12 gewähr­leis­tet die Euro­päi­sche Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on das Recht eines jeden erwach­se­nen Bür­gers, eine Ehe ein­zu­ge­hen und eine Fami­li­en zu grün­den.

Tra­di­tio­nell wird die Ehe als dau­er­haf­te Ver­bin­dung zwi­schen einem Mann und einer Frau ver­stan­den. Auch der 1950 ver­ab­schie­de­ten Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on dürf­te die­ses Ehe­ver­ständ­nis zugrun­de lie­gen.

Als Fami­lie wird dage­gen eine Haus­ge­mein­schaft (latei­nisch: fami­lia) und Lebens­ge­mein­schaft ver­stan­den, die durch Hei­rat, Part­ner­schaft, Adop­ti­on oder Abstam­mung begrün­det wur­de. Dage­gen war nach tra­di­tio­nel­lem Ver­ständ­nis die Fami­lie eine aus Eltern und Kin­dern bestehen­de Lebens­ge­mein­schaft. Die Ehe galt seit der Anti­ke – aber wohl nicht mehr nach heu­ti­gem Ver­ständ­nis – als eine Vor­be­din­gung für den Beginn einer Fami­lie, die als Bau­stein einer Gemein­schaft und der Gesell­schaft ange­se­hen wur­de. Kenn­zeich­nend für eine Fami­lie ist jedoch auch heu­te noch das Zusam­men­le­ben von min­des­tens zwei Genera­tio­nen.

Arti­kel 12 – Recht auf Ehe­schlie­ßung

Män­ner und Frau­en im hei­rats­fä­hi­gen Alter haben das Recht, nach den inner­staat­li­chen Geset­zen, wel­che die Aus­übung die­ses Rechts regeln, eine Ehe ein­zu­ge­hen und eine Fami­lie zu grün­den.

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