Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten

Folter

Abu_GhraibIn ihrem Artikel 3 gewährleis­tet die Men­schen­recht­skon­ven­tion ein weit­eres grundle­gen­des Men­schen­recht: das Ver­bot der Folter.

Artikel 3 EMRK ver­bi­etet jegliche Form der Folter oder ein­er erniedri­gen­den oder unmen­schlichen Behand­lung. Dieses Ver­bot gilt abso­lut, selb­st in Fällen von Aufruhr und Krieg darf hier­von — anders als nach Art. 15 EMRK bei den anderen in der Men­schen­recht­skon­ven­tion gewährleis­teten Men­schen­recht­en — keine Aus­nahme gemacht wer­den. Das Ver­bot von Folter und erniedri­gen­der Behand­lung ist mithin not­stands­fest.

Und das Ver­bot von Folter sowie von erniedri­gen­der oder unmen­schlich­er Behand­lung gilt auch im Übri­gen ein­schränkungs­los. Auch zum Zwecke der Ret­tung eines anderen Men­schen­lebens ist die Anwen­dung oder auch nur Andro­hung von Folter unzuläs­sig.

 

Artikel 3 – Verbot der Folter

Nie­mand darf der Folter oder unmen­schlich­er oder erniedri­gen­der Strafe oder Behand­lung unter­wor­fen wer­den.