Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten

Sklaverei und Leibeigenschaft

Wedgwood_British Anti-Slavery Society

Artikel 4 Absatz 1 der Men­schen­recht­skon­ven­tion ver­bi­etet jegliche Form von Sklaverei und Zwangsar­beit.

Sklaverei beze­ich­net den Zus­tand, in dem Men­schen als Eigen­tum ander­er behan­delt wer­den. Nach der von den Vere­in­ten Natio­nen ver­wen­de­ten Def­i­n­i­tion bedeutet Sklaverei „die Rechtsstel­lung oder Lage ein­er Per­son, an der einzelne oder alle der mit dem Eigen­tum­srecht ver­bun­de­nen Befug­nisse aus­geübt wer­den,“ und Sklave „eine Per­son in ein­er solchen Rechtsstel­lung oder Lage.“

Die Leibeigen­schaft beze­ich­net die per­sön­liche Ver­fü­gungs­befug­nis eines Leib­her­rn über einen Leibeige­nen. Die Leibeigen­schaft ist damit eine Form der Eigen­be­hörigkeit, bei der die Betrof­fe­nen — in Europa ins­beson­dere Bauern — zwar nicht wie bei der Sklaverei im Eigen­tum ihres Gut­sher­ren standen, ihm gle­ich­wohl aber in weit­ge­hen­dem Umfang zu Fron­di­en­sten, Abgaben und Hörigkeit verpflichtet waren.

 

Artikel 4 – Verbot der Sklaverei und der Zwangsarbeit

  1. Nie­mand darf in Sklaverei oder Leibeigen­schaft gehal­ten wer­den.